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Rhein-Pegel-Ruhrort

THW Duisburg und die Freiwillige Feuerwehr LZ 310 üben gemeinsam am Deich
Geschrieben von: Wagner, Sven   

THW Duisburg und die Freiwillige Feuerwehr LZ 310 üben gemeinsam am Deich (19.10.-21.10.2012)

Zehn Jahre ist es nun her, seit die Elbe über die Ufer trat, große Gebiete überflutete und vielen Menschen fast alles nahm.

Obwohl diese Katastrophe mittlerweile ein Jahrzehnt zurückliegt, ist das Thema nach wie vor aktuell und wesentlicher Bestandteil der Ausbildung beim Technischen Hilfswerk (THW).

Um dieses Szenario so realistisch wie möglich zu simulieren, verlagerte der Ortsverband Duisburg mehrer Einheiten nach Hoya. Dort unterhält das THW eine Ausbildungsstätte – die Bundesschule Hoya. Diese verfügt über einen Übungsdeich, mit welchem man in der Lage ist, unter realen Bedingungen zu arbeiten. Begleitet wurden die rund 50 Helferinnen und Helfer des THW vom Löschzug 310 der Freiwilligen Feuerwehr Duisburg – insgesamt fuhren fast 70 ehrenamtliche Katastrophenschutz-Helfer von Freitagabend bis zum späten Sonntagnachmittag nach Hoya in Niedersachsen.

Früh morgens begann der erste Teil der Ausbildung: Das Befüllen der Sandsäcke!

Hier wurde das Duell Mensch gegen Maschine gestartet, denn die Feuerwehr brachte eine Sandsack-Füllmaschine mit, welche im Ernstfall dafür sorgen soll, dass schnellstmöglich viele Säcke zur Verfügung stehen. Die Maschine wurde vom Bergeräumgerät des THW immer wieder mit Sand gefüllt und anschließend mit speziellen Maschinen zugenäht, während die von Hand gefüllten Säcke mit Draht verschlossen wurden. So konnten mittels Maschine, als auch manuell in ca. 90 Minuten insgesamt fast 3.000 Sandsäcke gefüllt werden.

Nach einer verdienten Pause gingen die freiwilligen Helferinnen und Helfer, gestärkt von einer Erbsensuppe, wieder ans Werk. Nun galt es, die Sandsäcke zu verbauen. Hier wurde an zwei Stationen ausgebildet. An einer Stelle wurde eine Auflast gebaut, um den Deich, welcher durch durchsickerndes Wasser instabil wurde zu verstärken. Ein paar Meter weiter wurde ein kleiner Durchbruch in Form eines Loches dargestellt, welches mit einer Quellkade bekämpft wurde (bei einer Quellkade macht man sich den Wasserturm-Effekt zunutze und „verschließt“ das Loch mittels Wasserdruck – siehe Bild).

Um die Szenarien so realistisch wie möglich darzustellen, floss reichlich Wasser aus dem Deich und erschwerte so die Arbeit – vor allem aber die Sandsäcke, welche nass ca. 25-30 Kg wogen.

Nachdem die Gruppen die Stationen durchlaufen hatten, musste der Ausbildungsplatz wieder aufgeräumt und die Sandsäcke geleert werden. Erst am frühen Abend war dann „Feierabend“ für die Katastrophenschützer.

Erschöpft aber motiviert verbrachten die Helferinnen und Helfer beider Organisationen noch einen gemütlichen Abend miteinander, bevor am Sonntagmorgen der Rückmarsch auf dem Programm stand.

Erst am Sonntagabend war die Übung dann in Duisburg beendet, als alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit in den Hallen standen.

Die Veranstaltung hat wieder einmal gezeigt, dass man sich in Duisburg aufeinander verlassen und gut miteinander arbeiten kann. Beide Organisationen wollen eine ähnliche Ausbildung bald wiederholen.


Hier nun ein paar Impressionen:

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Bilder: © THW Duisburg